Abschied und Neuanfang
Zuhause angekommen durften die beiden in die Voli und blieben zur Eingewöhnung für Leika auch erstmal zwei Tage drin.
Die Tage die dann folgten sollten mein Leben mit Theo von Grund auf verändern, denn die beiden waren restlos auf Brut eingestellt.
Allerdings gab es da ein Problem, denn dadurch das Theo so zahm war war er zu dieser Zeit auch dementsprechend Aggressiv.
Weniger mir gegenüber als meinem Freund und der bekam das ziemlich deutlich zu spüren.
Man konnte Theo während dieser Zeit nicht mit der Kneifzange anfassen und ich war mit der Situation völlig überfordert.
Denn auch wenn Theo zwar seine Leika bei sich hatte so war er schon nach ein paar Tagen wieder auf dem Standpunkt ich hab ja meinen Menschen was soll ich mit ner Henne.
Ich kam in Entscheidungsnot sollte Theo hierbleiben und ich ging das Risiko ein das Theo in seine alte Schiene zurückfallen oder ich würde ihn zurück nach Ibbenbüren fahren mit Leika wo er endlich in Ruhe Vogel sein konnte.
Dieser Gedanke war sehr hart für mich aber damals gab es für mich keinen anderen Ausweg.
Wenn mir das heute passiert wäre ich hätte ganz anders gehandelt.
Ich sprach erneut mit dem Züchter in Ibbenbüren und machte einen Termin auch um Theo und seine Leika wieder zu ihm zu bringen.
Mir wurde schwer ums Herz und ich wusste was es heisst wenn ich ihn jetzt dorthin bringen würde.
Theo würde mit Leika für den Rest seines Lebens in dieser Voli bleiben und durfte endlich wieder Vogel sein, aber für mich hieß es Abschied.
Abschied von meinem ersten Nymphensittich.
Ich machte mich schon am nächsten Wochenende auf um die beiden hinzubringen und wir setzten die beiden zusammen in die Voliere.
Wir setzten uns und besprachen das weitere Vorgehen, denn in meinem Kopf hatte sich ein Gedanke festgesetzt.
Wenn die beiden schon Brutig waren, so wollte ich von meinem Süßen Theo und seiner ersten Liebe Nachwuchs haben.
Ich war total aufgeregt denn ich wusste ja nicht ob das überhaupt klappen würde, aber es dauerte nicht mal zwei Wochen als ich erfuhr das die beiden auf 4 Eiern saßen.
Das erste Küken schlüpfte kurz vor einem Wochenende und ich habe es mir nicht nehmen lassen hinzufahren um die frischgebackenen Nymphieeltern zu beglückwünschen.
Als ich in Ibbenbüren angekommen war konnte ich es gar nicht erwarten die süßen zu sehen.
Ich wollte am aufwachsen teilnehmen denn ich hatte dieHoffnung auf eine süße Henne die vielleicht bei diesem Gelege dabei war.
Gina sollte sie heissen und würde Theo´s Nachfolge in unserem Leben antreten.
Theo durfte noch bis 2003 mit seiner liebsten Leika in dieser Voliere leben bevor er seine Reise über die Regenbogenbrücke antreten durfte.
Machs gut mein süßer.
Ich werde dich nie vergessen.
