Die Formalitäten vor der Zucht

Vor der Brut muss eine Zuchtgenehmigung ausgestellt werden diese ist erforderlich wegen der Beringungspflicht nach dem Tierseuchengesetz nämlich der Psittakoseverordnung.

Wer Nachwuchs von seinen Nymphensittichen haben möchte kann das gerne tun, allerdings gilt es vorher einige Formalitäten zu erledigen.

Bevor man allerdings losgeht und voller Tatendrang einen Nistkasten holt muss man zu allererst beim Amtstierarzt vorstellig werden. Das gilt sowohl für die Private Hobbyzucht wie für gewerbliche Zuchten. Selbst wer nur ein einziges mal Nachwuchs möchte ist dazu verpflichtet.
Jede Brut muss gemeldet werden, wer seine Vögel unberingt abgibt macht sich Strafbar.
Nur dadurch kann im Falle des Ausbruchs einer Krankheit nachvollzogen werden wo die Vögel herkommen und entsprechende Maßnahmen getroffen werden.

Wenn man sich also Gedanken zu dem Thema gemacht hat sollte man als erstes beim ordnungsamt seiner Stadt vorbei fahren und sich beim zuständigen Amtstierarzt erkundigen was für Anforderungen und auflagen für die jeweilige Stadt gestellt werden.

Man bekommt dann einen Antrag auf Ausstellung der Zuchtgenehmigung. Dieser wird ausgefüllt und dann heisst es warten.

irgendwann wird sich die Stadt melden und einen Termin ausmachen für die Begehung der Räumlichkeiten und um die eigentliche Zuchtgenehmigung abzuschließen.

wenn man dann nach erfolgreichem Abschluß der Zuchtgenehmigung die Ringe beim ZZF oder einem Verband seiner Wahl bestellt hat kann man daran denken die Nymphensittiche brüten zu lassen.



Brütende Nymphensittiche

Jeder der Nymphensittiche hält hat sich schon mal in der Situation befunden darüber nachzudenken, was passiert wenn meine Vögel Eier haben.

Nachwuchs von seinen eigenen Tieren findet man total niedlich und so keimt bei vielen der Wunsch nach Küken von seinen Vögeln.

Eine Brut beim Nymphensittich bedeutet aber , das man nicht nur einen Nistkasten kauft und den aufhängt, sondern das man sich vorher Gedanken darüber macht was man bei einer Brut beachten muss.
Wer dann Züchter kennt die schon länger Züchten und ihr Wissen nicht nur für sich behalten, der ist gut gestellt.
Wichtig ist aber das man erstmal gewisse Grundkenntnisse  haben muss bevor man überhaupt an eine Brut denkt.

Hat man dann die Zuchtgenehmigung geht es daran die Vögel auf eine Brut vorzubereiten. Wichtig ist das die Vögel gesund sind und nicht in der Mauser.

Jede Brut ist anstrengend und bei der Brut steigen auch die Anforderungen ans Futter.
Mineralien und Kalk sind ganz wichtig für die Eiablage ohne diese Mineralien kann es zur mitunter tödlichen Legenot kommen, weil die Eier nicht richtig entwickelt sind. Verschiedene Vitamine sind wichtig für die Versorgung während der Brut und damit die Küken nicht vor der Schlupf schon einen Mineral und Vitaminmangel erleiden.
Verschiedene Mängel können zur Folge haben das erst gar kein Küken schlüpft.
Entweder sind die Eier dann direkt unbefruchtet oder die Küken sterben vor dem Schlupf ab.

Nymphensittiche fangen erst nach dem zweiten Ei an fest zu brüten, das erste Ei wird in der Regel nicht groß beachtet.
Ab dem zweiten Ei kann man dann 18-21Tage dazurechnen und hat damit den ungefähren Schlupfzeitraum für die Küken.
Diese Schlüpfen in den selben Abständen wie die Eier gelegt wurden.
Während der Brut wechseln sich Hahn und Henne ab. Der Hahn brütet dabei Tagsüber und die Henne in der Nacht.
Man sollte während der Brut die Vögel weitestgehend in Ruhe lassen. Jede Störung sollte vermieden werden.




Probleme bei der Brut

 Problem
mögliche Ursache
Möglichkeiten zur Problemlösung
Küken werden nicht gefüttert
Küken betteln nicht genug,
unerfahrene Elterntiere

Beobachten und wenn nötig die Küken mit einer
warmen Traubenzuckerlösung anfüttern,damit sie kräftiger betteln Dann wieder ins Gelege zu den Elternvögeln und weiter beobachten.

Küken wird nicht gehudert(gewärmt
Krankheit, unerfahrene Elternvögel

Entweder die Küken immer wieder unterlegen oder die Küken in ein anderes Gelege bei Ammenvögeln unterlegen. Auf jeden Fall beobachten das die Küken nicht auskühlen

 Spreizbein keine Nistmulde im Nistkasten, keine einstreu im Nistkasten, Henne sitzt zu fest auf den Küken


Nur wenn Spreizbeine in frühem Stadium behandelt werden besteht die Chance auf eine komplette Heilung.
Ohne eine Behandlung wird der Vogel anfangen zu leiden weil er durch die Beinfehlstellung auf seine Inneren organe drückt.
Hier muss ein Vogelkundiger Tierarzt ran.

 Rachitis
 Rachitis ist eine Knochenerweichung durch Vitamin D Mangel

 Vitamin D Mangel kann nur durch hohe Dosen beim teirarzt ausgeglichen werden. Sollte man an den Küken merken das die Knochen nicht richtig gerade sind oder irgendwelch Felhstellungen auftreten muss sofort gehandelt werden.

 Küken werden gerupft
Brutigkeit der Eltertiere

Durch reichhaltiges Futter kommt es schon mal vor das die Nymphies anfangen ihre Küken zu Rupfen.
Ist das rupfen nicht ganz so schlimm kann man die Küken ruhig bei den Eltern lassen.
Man muss aber aufpassen das die Eltern nicht in einen Rausch verfallen und hinterher an das Großgefieder gehen.
Spätestens dann sollte man entweder die Küken einen anderen Paar unterlegen oder die Küken als Nothandaufzcuht in seine Obhut bringen.
 

Probleme bei der Brut treffen die meisten unvorbereitet, deswegen möchte ich jedem Anfänger in der Nymphensittichhaltung hiermit ausdrücklich sagen.
Brüten ist nicht einfach nur einen kasten reinhängen und die Vögel machen lassen.
Wer die Vögel brüten lässt trägt die volle Verantwortung für sein Handeln.
Kommen durch unerfahrene Halter die Elternvögel oder die Jungtiere zu schaden ist es in meinen Augen ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auch dessen sollte man sich bewusst sein.

auch ich hatte schon Probleme mit meinen Tieren auch schwerwiegender und deswegen bin ich mir heute noch mehr meines Handelns bewusst und lasse die Vögel auch mal Vögel sein und sie dürfen nicht Brüten.